Die Welt der Berge bietet jedermann genügend Raum zur Erholung. Damit eine Wanderung auch zum positiven Erlebnis wird, sollte man einige Dinge beachten, die auch bei kleineren Touren unerlässlich sind.
Ganz am Anfang der Tour steht die Planung. Eine Karte des Wandergebietes oder ein Führer geben wichtige Informationen über Länge und Schwierigkeit. Wer eine Wanderung plant, soll wissen, wo sich Schutzhütten auf und in der Nähe der ausgesuchten Route befinden. Auch wenn man nicht einkehren will, stellt dies eine wichtige Information im Falle eines herannahendes Gewitters oder Wettersturzes dar. Man sollte sich auch zur Angewohnheit machen, Angehörigen vor der Tour Bescheid zu geben: Wohin gehe ich, wann komme ich zurück.
Die Ausrüstung ist abhänging von der Dauer, der Jahreszeit und des Schwierigkeitsgrades der Tour. Im Download-Feld rechts steht eine Ausrüstungs-Checkliste zu Verfügung, die Anhaltspunkte für die Wahl der Rucksackinhalte geben kann. Man sollte auf alle Fälle nie auf die vielleicht lebenswichtige Notfall-Ausrüstung wie Rucksackapotheke, Handy (kann man ja abdrehen beim Gehen) und Regenschutz verzichten! Auch ein Biwaksack kann im Notfall sehr gute Dienste leisten.
Die Ausrüstung am Körper soll ebenfalls der Jahreszeit und der Witterung entsprechen. Mit Halbschuhen erhöht sich die Gefahr des "Umknickens" auf schmalen Pfaden mit felsigem Untergrund drastisch und gezerrte Bänder sind dann meist die eher unangenehme Folge. Die richtige Kleidung sollte atmungsaktiv sein und den Schweiß an die Oberfläche transportieren, wo er verdunsten kann. In den letzten Jahren hat die Sportartikel-Industrie mit High-Tech-Geweben oder der guten Verarbeitung von Naturstoffen viel Beitrag für funktionelle und gut tragbare Wanderbekleidung geleistet. Im "Zwiebelsystem angelegt, lässt sich die Körperwärme auch gut regulieren.
Der Rucksack sollte nicht an den Schultergurten hängen, sondern von der Hüfte getragen werden (zumindest Rucksäcke ab 45 Liter). Hüft- und Brustgurt stabilisieren den Rucksack auf dem Rücken.
Ein sehr wesentlicher Faktor beim Wandern ist das Wetter. Im Sommer ist es keine Seltenheit, dass am Nachmittag im Gebirge Wärmegewitter auftauchen. Das Wetter in den Bergen hat oft die Angewohnheit, binnen Minuten umzuschlagen, was sehr gefährlich sein kann. Man kann solchen Situationen entgehen, indem man vor der Tour einen Wetterbericht liest oder lernt, Anzeichen einer Wetterverschlechterung zu erkennen. Es schadet nicht, sich zumindest ein gutes Buch zuzulegen, das alle Aspekte des sicheren und lustvollen Gehens im Gebirge abdeckt.
Anna Walli