Franz Lindenberg neuer Päsident der Österreichischen Bergrettung

Der Österreichische Bergrettungsdienst hat einen neuen Präsidenten und zwei neue Vizepräsidenten. Franz Lindenberg aus Pottenstein an der Triesting in Niederösterreich übernimmt die Führung des ÖBRD-Bundesverbandes. Die beiden neuen Vizepräsidenten sind Kurt Nairz aus Leutasch (Tirol) und und Robert Weiss aus Moosburg (Kärnten).

Von links Vizepräsident Kurt Nairz, der scheidende ÖBRD-Präsident Reinhold Dörflinger mit dem neuen ÖBRD-Chef Franz Lindenberg / Bild: Gerald Lehner

 

Alle drei bringen langjährige Führungsfunktionen im ÖBRD in die zusätzliche Aufgaben als ÖBRD-Präsidenten mit: Franz Lindenberg ist Landesleiter der Bergrettung in Niederösterreich/Wien. Mag. Robert Weiß fungiert als Rechtsexperte des ÖBRD-Bundesverbandes, und Kurt Nairz ist Landesleiter der Tiroler Bergrettung.

Die Wahl durch die sieben ÖBRD-Landesleiter aus den Bundesländern erfolgte einstimmig bei der Bundesverbandstagung 2010 – am Wochenende auf dem Reitergut Moserhof in Penk/Oberkärnten.

Großer Dank an scheidende Präsidenten
Vor der Wahl legten der bisher amtierende ÖBRD-Präsident Reinhold Dörflinger (Klagenfurt) und sein Stellvertreter Dr. Wolfgang Ladenbauer (Wien) nach jeweils sehr langen und erfolgreichen Amtszeiten ihre Ehrenämter offiziell zurück.

Beide betonten, sie wollten künftig mehr Zeit für ihre Familien, private Angelegenheiten, Reisen und Unternehmungen in den Bergen haben. Sie waren treibende Kräfte bei grundlegenden Reformen und Modernisierungen im ÖBRD, die in den letzten 15 Jahren stattgefunden haben. Trotz ehrenamtlicher Struktur muss die Bergrettung ihre gesamten Fachbereiche ständig professionalisieren. Es gibt personell und technisch immer höhere Anforderungen.

Die Mitglieder des ÖBRD-Bundesverbandes dankten bei der Klausurtagung in der Oberkärntner Gemeinde Penk den scheidenden Präsidenten Dörflinger und Dr. Ladenbauer für ihre vorbildliche Arbeit zum Wohl des Österreichischen Bergrettungsdienstes und im Dienst der Alpinen Sicherheit in Österreich.

Ziele, Blickwinkel des neuen Teams
Der neue ÖBRD-Präsident Franz Lindenberg sagt in einer Stellungnahme: "Wir werden nun auf der hervorragenden Arbeit des bisherigen Präsidiums gut aufbauen können. Weitere Veränderungen sind nicht ausgeschlossen. Zeitgemäßes Management, Lobbying und Fundraising sowie gute Öffentlichkeitsarbeit sind für eine Einsatzorganisation wie die Bergrettung mittlerweile neben dem praktischen Einsatzgeschehen und der Ausbildung wichtige Grundpfeiler. Wir leben in Zeiten vielfach schrumpfender Budgets der öffentlichen Hand, wo Subventionen für grundlegende staatliche Aufgaben wie das Rettungswesen längst nicht mehr selbstverständlich sind. So manches Loch muss bei uns mit Bemühungen um Sponsoren gefüllt werden, wenngleich wir die heimische Politik und den Tourismus nicht aus ihrer Mitverantwortung für das alpine Rettungswesen entlassen werden."

Und Kurz Nairz, neuer Vizepräsident des ÖBRD, ergänzt, das Rad müsse nicht mehr neu erfunden werden, aber wird werden es den Zeiten weiter anpassen und teilweise auch neu gestalten: "Man freut sich über die Ehre dieses zusätzlichen Amtes. Es bedeutet aber auch viel zusätzliche Arbeit. Als so genannter Pensionist schmunzle ich manchmal über meine voll ausgefüllten Tage. Als größter Landesverband der Bergrettung in Österreich hat unser Tiroler Team schon bisher viel Pionierarbeit geleistet bei der Entwicklung alpiner Rettungstechnik in Österreich. Zum Teil wird dieses Material auch international mittlerweile verwendet."

Biografisches zum neuen ÖBRD-Präsidium:
Franz Lindenberg, Berufsoffizier des Bundesheeres in Wien (Oberst), Kontrollabteilung. Geboren am 28. Februar 1962 in Bad Vöslau. Wohnhaft in Pottenstein an der Triesting. Ausbildung: Flugzeugtechniker (HTBL). Verheiratet. Zwei erwachsene Kinder. Freizeit: Bergrettung, Bergsteigen, Laufen, Reisen, Motorrad-Touren, Mountainbike.

Kurt Nairz, Fernmeldetechniker i. R. Geboren am 14. August 1947 in Innsbruck. Wohnhaft in Leutasch mit seiner Lebensgefährtin Gerda. Drei erwachsene Kinder. Freizeit: Bergrettung, Bergsteigen, Klettern, Radfahren, Tourenskilauf, Reisen.  

Mag. Robert Weiß, Jurist, Direktor der Landtagskanzlei beim Amt der Kärntner Landesregierung, daneben noch Land- und Forstwirt. Geboren am 31. Dezember 1963 in Friesach. Wohnhaft in Moosburg. Verheiratet, drei Kinder. Freizeit: Familienmensch, Bergrettung, Bergsteigen, Reisen, Literatur, Kunst und Kultur.