Sieben Bergretter erhalten das Niederösterreichische Ehrenzeichen

Gebietsleiter Mitte Kurt Sommerer mit den Geehrten Herbert Wallner, Rudolf Wieland, Werner Weinstabl, Rudolf Perthold, Josef Krendl, Eduard Auer und Hannes Strohmeyer.
Hannes Strohmeyer und Johanna Mikl-Leitner.

Heuer werden Niederösterreichische Ehrenzeichen für vieljährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiete des Rettungswesens in Gold an Bergretter verliehen. Am Dienstag, 16. Mai 2017, übergab Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieben Ehrungen an Männer aus dem Gebiet Mitte, die duch ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit dem Land einen großen Dienst erwiesen haben.

Der Landtags-Saal im Niederösterreichischen Landhaus in St. Pölten war bei der Verleiung der Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich bis auf den letzten Platz besetzt. Unter den Gästen waren sieben Bergretter aus dem Gebiet Mitte, die bereits 60 bis 65 Jahre im Bergrettungsdienst aktiv sind. Mikl-Leitner lobe in ihrer Ansprache deren Engagement und unterstrich die große Bedeutung dieser ehrenamtlichen Dienste für das Land Niederösterreich.

An der guten Luft in den Bergen müsse es liegen, dass die Geehrten "so rüstig unterwegs" seien, vermutete die Landeshauptfrau bei der Überreichung der Ehrenzeichen. Die Ehrungen gingen an

  • Eduard Auer (Hohenberg)
  • Werner Weinstabl (Hohenberg)
  • Josef Kendl (St. Pölten)
  • Hannes Strohmeyer (St. Pölten)
  • Rudolf Perthold (St. Aegyd)
  • Herbert Wallner (St. Aegyd)
  • Rudolf Wieland (Türnitz)

Bisher wurden noch nie Bergretter mit dem Niederösterreichischen Ehrenzeichen für vieljährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiet des Rettungswesens ausgezeichnet. Um diese Lücke zu schließen, werden nun heuer nachträglich jene Kameraden (Frauen sind erst seit 1992 bei der Bergrettung NÖ/W) geehrt, die sich schon lange Jahre für dieses Ehrenamt verdient machen. Dabei werden aus jedem Gebiet die ältesten im Landhaus geehrt. Alle anderen werden ebenfalls gebietsweise bei jeweils einer Großveranstaltung gewürdigt. Am 14. März 2017 wurden bereits sechs Bergretter aus dem Gebiet Süd geehrt und am 13. Dezember 2016 sieben Bergretter aus dem Gebiet West (siehe unten).

Pröll ehrt sechs Bergretter aus dem Gebiet Süd

Heuer werden Niederösterreichische Ehrenzeichen für vieljährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiete des Rettungswesens in Gold an Bergretter verliehen. Am Dienstag, 14. März 2017, durften sechs Männer aus dem Gebiet Süd, die duch ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit dem Land einen großen Dienst erwiesen haben die Ehrung von Erwin Pröll entgegennehmen.

Der Sitzungssaal des NÖ Landtages war am Dienstag, 14. März 2017 wieder Schauplatz einer Ehrenzeichenüberreichung an verdiente Persönlichkeiten. Die Verleihung in diesem Rahmen wurde zum letzten Mal in seiner Funktion als Landeshauptmann von Dr. Erwin Pröll vorgenommen. Unter den insgesamt 53 Auszeichnungen befanden sich sechs Ehrenzeichen für langjährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiet des alpinen Rettungswesens.

"Der Landtagssitzungssaal bietet heute einen wunderbaren Rahmen für Menschen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten unglaublich viel für Niederösterreich getan haben. Sie haben Zeit und Talent eingesetzt, Kraft aufgebracht und Herz gegeben, um unser Land gemeinsam zu gestalten", betonte der Landeshauptmann in seiner Ansprache. Dies gelte im besonderen Maße auch für die Bergretter

  • Ernst Huber (OS Reichenau)
  • Friedrich Palkh
  • Friedrich Sporrer
  • Hans Lang
  • Johann Bodingbauer
  • Diether Stursa (alle Ortsstelle Wien)

die seit mehr als 60 Jahren (!) bei zahlreichen Einsätzen, Mut, Tatkraft, Können und Kameradschaft in die Bergrettung eingebracht haben und die dabei waren wenn es galt in Niederösterreich verunglückte Bergsteiger und Wintersportler zu retten.

Drei Kameraden sind, wenn auch schon aus der Generation 80+ noch immer aktive Bergretter und damit auch wohl wahre Vorbilder!

Auszeichnungen an über 400 Bergretter
Bisher wurden noch nie Bergretter mit dem Niederösterreichischen Ehrenzeichen für vieljährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiete des Rettungswesens ausgezeichnet. Um diese Lücke zu schließen, werden nun heuer nachträglich jene Kameraden (Frauen sind erst seit 1992 bei der Bergrettung NÖ/W) geehrt, die sich schon lange Jahre für dieses Ehrenamt verdient machen. Dabei werden aus jedem Gebiet die ältesten im Landhaus geehrt. Alle anderen werden ebenfalls gebietsweise bei jeweils einer Großveranstaltung gewürdigt. Am 13. Dezember 2016 wurden sieben Bergretter aus dem Gebiet West ausgezeichnet (siehe unten).

Oben v.l.n.r.: Dieter Stursa, Johann Bodingbauer, Heinz Treyer, Thomas Prigl (Landesleiter Stv.);
Unten v.l.n.r.: Hans Lang, Friedrich Palkh, Friedrich Sporrer;
Ernst Huber übernimmt die Ehrenurkunde und die Anstecknadel von LH Dr. Erwin Pröll.

Sieben Bergretter im NÖ Landtag ausgezeichnet

Der Sitzungssaal des NÖ Landhauses in St. Pölten war am 13. Dezember 2016 Schauplatz einer Ehrenzeichenüberreichung durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll an verdiente Persönlichkeiten. Insgesamt wurden 47 Ehrenzeichen verliehen, darunter waren sieben niederösterreichische Bergretter die das NÖ Ehrenzeichen für vieljährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiete des Rettungswesens in Gold erhielten.

LH Pröll verwies in seiner Ansprache, dass NÖ ein unverwechselbares Profil in Europa habe. "Wir sind heute eine Region mit einer unglaublich guten Lebensqualität", so Pröll und "Niederösterreich wird bis 2080 um rund 25 Prozent mehr an Bevölkerung haben. Dies ist ein großes Kompliment an die allgemeine Entwicklung, es ist aber gleichzeitig ein Hinweis darauf, was wir in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten in diesem Land zu leisten imstande waren". Die Geehrten haben hierzu einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet.

Tatkraft der Bergretter wertgeschätzt
Neben Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Politik wurden der Landesleiter des Österreichischen Bergrettungsdienstes NÖ/Wien, MR Dr. Wolfgang Ladenbauer, Mitglied der Bergrettungs-Ortsstelle Puchberg, und die Bergretter Kurt Bachinger, OS Lackenhof, Rudolf Prager, OS Waidhofen/Ybbs, sowie Josef Draschan, Johann Hölzl, Rudolf Springer und Viktor Schaufler, alle OS Amstetten, für ihren zum Teil mehr als 50-jährigen unermüdlichen Einsatz als Rettungsmänner am Berg geehrt.

Helfen ist für Bergretter ganz selbstverständlich und normal, LH Pröll kehrte jedoch hervor, dass von den Geehrten mehr als nur eine Pflicht erfüllt wird und dass die Freiwilligen ihre ganze Persönlichkeit, viel Zeit, Kraft und Talent für das Heimatland einsetzen. Alle Bergretter kommen auch gern der Bitte des Landeshauptmannes nach, dass die Ehrung nicht als Bilanz anzusehen sei, sondern bestens eine Zwischenbilanz ist. Die Bergretter werden wieder auf die Probe gestellt werden und jeder wird seine volle Tatkraft und sein Herz für die gute Sache zu arbeiten weiter einsetzen.

Geehrte Bergretter – v.l.n.r.: Helmut Wiry Ortsstellenleiter Amstetten mit Rudolf Prager Ortsstelle Waidhofen/Ybbs, Landesleiteter Dr. Wolfgang Ladenbauer, Gebietsleiter NÖ West Rainer Prager, Rudolf Springer, Johann Hölzl, dahinter Peter Wurm Ortsstellenleiter-Stv., Viktor Schaufler und Josef Draschan, alle Ortsstelle Amstetten
Kurt Bachinger (Mitte) mit Landesleiter Ladenbauer und dem Ortsstellenleiter von Lackenhof Franz König
Landeshauptmann ehrt Landesleiter

Großartige Würdigung des ehrenamtlichen Engagements

Die Delegation der Bergrettung NÖ/W dankt Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner und dem Verein PRO NÖ für den Preis.
v.l.n.r.: Lukas Turk, Anna-Maria Walli, Brigitte Adler, Wolfgang Ladenbauer, Karin Renner, Thomas Prigl, Paul Ambrozy

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien hat am Donnerstag, den 30. März, eine hohe Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements ihrer 1.300 Mitglieder entgegennehmen dürfen. Der Verein PRO NÖ hat den neuen Preis "Wir sind Niederösterreicher" in der Kategorie Einsatzorganisationen an die Landesorganisation überreicht.

"In dem Land wird so viel Großartiges für das Freiwilligenwesen geleistet, dass man gar nicht oft genug danke sagen kann." Mit diesen Worten, einer Urkunde und einem Scheck von 1.000 Euro würdigte die Präsidentin des Vereins PRO NÖ und niederösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner das Engagement der Bergrettung Niederösterreich/Wien im Landhaus in St. Pölten.

Thomas Prigl, Landesleiter-Stellvertreter dankt PRO NÖ und den Sponsoren im Namen aller etwa 1.300 Bergretter und Bergretterinnen in Niederösterreich: "Dass man dieses Ehrenamt vor den Vorhang bittet, ist eine große Auszeichnung für uns." Der Bergretter aus Reichenau streicht im TV-Interview bei der Pressekonferenz die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit heraus und appelliert an alle Interessierten, ein Ehrenamt aufzugreifen: "Das Eherenamt in Niederösterreich hat man nicht von heute auf morgen, das ist eine Kultur die von einer Generation zur nächsten übergeben wird. Das macht unser Land so lebenswert."

Über 660.000 Freiwillige in Niederösterreich
Von Seiten der Sponsoren waren Brigitte Adler, Vizepräsidentin der Arbeiterkammer Niederösterreich und Paul Ambrozy, Organisationsdirektor der Wr. Städtischen Versicherung anwesend. Die Bergrettung war durch den Landesleiter Wolfgang Ladenbauer, seinen Stellvertreter Thomas Prigl, den Assistenten der Landesleitung, Lukas Turk und der Pressereferentin Anna-Maria Walli vertreten. Gemeinsam mit der Bergrettung wurden die Feuerwehrjugendbetreuer des Bezirkes St. Pölten im Bereich Jugendförderung mit einem Preis ausgezeichnet.

Über 660.000 Personen sind in Niederösterreich ehrenamtlich tätig, das sind 47,45 Prozent unserer Bevölkerung. Um diese Frauen und Männer vor den Vorhang zu holen und ihr Engagement auch entsprechend zu würdigen hat der Verein PRONÖ den neuen Preis "Wir sind Niederösterreicher", mit dem ehrenamtlich Tätige, aber auch entsprechende Initiativen gewürdigt werden, ins Leben gerufen. Gleich bei der ersten Ausschreibung konnte die Jury 37 Einreichungen begutachten und bewerten und zehn Preisträger auswählen.

Mehr Infos zu dem Preis und den Preisträgern 

Ehrung für die "guten Geister" der Bergrettung Niederösterreich/Wien

Jede Organisation braucht Menschen, die im Hintergrund dafür Sorge tragen, dass alles wie geschmiert läuft. Karl Schlöglhofer und Engelbert Krapf sind zwei Männer, die das bei den Kursen der Bergrettung Niederösterreich/Wien tun. Die Bergretter aus der Ortsstelle Kirchberg an der Pielach sind bei der Landesversammlung am Samstag in Hainfeld für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt worden.

50 Jahre als Bergretter hat Karl Schlöglhofer schon auf dem Buckel, 40 Jahre sind es für Engelbert Krapf. Was an sich schon eine beachtliche Tatsache ist, wird dadurch unterstrichen, dass wohl jeder Bergretter, der in den letzten Jahren auf einem Landeskurs war, die beiden kennt. Krapf ist für die jungen Bergretter die erste Anlaufstelle wenn sie auf einem Winter- oder Sommerkurs ankommen. Mit strengem Blick begrüßt der ehemalige Kompanieführer beim Österreichischen Bundesheer die Männer und Frauen bei der Anmeldung, hakt ihre Namen ab und teilt die Zimmerschlüssel aus. Nachdem die Kursteilnehmer in Gruppen eingeteilt wurden, holen sie sich von Schlöglhofer das Material ab, das sie während der Kurswoche benötigen. Der pensionierte Küchenplaner hat zuvor Berge von Seilen, Karabinern und sonstigem Material sortiert und auf die Gruppen aufgeteilt denen er jetzt diese Pakete aushändigt.

Viel Arbeit im Hintergrund
Jährlich sind zwei Kurse zu organisieren. Zimmer müssen gebucht, Fahrzeuge und Material aus den Ortsstellen organisiert werden und auch auf die Verpflegung für die meistens über 100 Teilnehmer aus ganz Niederösterreich und Wien darf nicht vergessen werden. Für diese und noch einige weitere organisatorische Aufgaben stellen die Beiden das ganze Jahr über ihre Freizeit zur Verfügung.

Schlöglhofer ist seit fünf Jahren im Team, Krapf hat diese Funktion schon seit 20 Jahren über. Schlöglhofer konnte die Ehrung am Samstag bei der Landesversammlung in Hainfeld persönlich vom Noch-Landesleiter Ludwig Wimmer entgegen nehmen. Krapf musste leider aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes fern bleiben. Für Wimmer war es die letzte Sitzung als Landesleiter, an diesem Tag wurde später, wie berichtet, mit Wolfgang Ladenbauer ein neuer "Chef" gewählt.

Land Niederösterreich ehrt Bergrettungs-Präsidenten

Der Präsident des Österreichischen Bergrettungsdienstes, Franz Lindenberg, ist mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich ausgezeichnet worden. Der ehemalige Landesleiter der Bergrettung Niederösterreich / Wien nahm die Anerkennung seiner Arbeit im Namen seines Teams am 29. September 2015 im Landhaus in St. Pölten von Landeshauptmann Erwin Pröll persönlich entgegen.

Laut der Verordnung, in der festgelegt ist, wer eine derartige Ehrung erhält, wird diese an Personen verliehen, "die durch öffentliches oder privates Wirken hervorragende Leistungen vollbracht oder gemeinnützige Dienste geleistet und so das Ansehen und das Wohl des Landes Niederösterreich gefördert haben, sowie an Personen, die sich Verdienste auf Sachgebieten erworben haben, die in Vollziehung Landessache sind."

Die Leistungen des gebürtigen Pottensteiners haben nicht nur das Ansehen seines Heimatbundeslandes gefördert sondern sind auch dem Bergrettungsdienst im ganzen Bundesgebiet zugutegekommen. So hat er sich maßgeblich für die rechtliche Verankerung des Bergrettungsdienstes als Spezialhilfseinheit im unwegsamen Gelände eingesetzt.

"Das waren keine Einzelleistungen, das waren die Leistungen des Teams, das mich immer unterstützt hat", reicht Lindenberg die Würdigung an alle Bergretter weiter, die im Hintergrund ehrenamtlich Zeit und Tatenkraft geben. "Dafür möchte ich mich bedanken, weil gewisse Dinge ohne das Team nicht möglich gewesen wären".

Lindenberg nimmt das Ehrenzeichen von LH Erwin Pröll entgegen.
Im Sitzungssaal des Niederösterreichischen Landtages wurden an diesem Tag etwa 50 Personen geehrt.
Franz Lindenberg inmitten seiner Familie und Freunde.
Franz Lindenberg mit seinen Eltern, seiner Frau Judith und der Bürgermeisterin seiner Heimatgemeinde Pottenstein, Eva Baja-Wendl.
Auch der ehemalige und langjährige Pressereferent der Bergrettung Niederösterreich / Wien, Helmut Friessenbichler, freute sich über die Ehrung des Freundes.
Eine Landesleiter-Chronologie. Links der amtierende LL Ludwig Wimmer, mittig sein Vorgänger Franz Lindenberg und rechts der Vorvorgänger Wolfgang Ladenbauer.

Dank für freiwilliges Engagement und acht Bilder

Im Rahmen der Wiener Freiwilligenmesse hat Sozialminister Rudolf Hundstorfer auch die Arbeit der Bergrettung gewürdigt. Am 5. und 6. September fand die bereits vierte Auflage der Messe im Wiener Rathaus statt. Stellvertretend für die 12.500 österreichischen Bergretter übernahmen Kameraden der Ortsstelle Wien gemeinsam mit Martin Gurdet, Geschäftsführer des ÖBRD-Bundesverbandes, eine Auszeichnung.

Gleichzeitig wurde die Teilnahme am Wettbewerb "52 Wochen - 52 Fotos zur Freiwilligentätigkeit" gewürdigt. Aus den eingesandten Bildern wurden 52 Beiträge für einen Kalender ausgewählt, bei dem die Bergrettung mit acht Fotos vertreten ist.

Die Freiwilligenmesse Wien zählte an diesem Wochenende rund 5.500 Besucher, die sich im Rathaus über die Arbeit der Bergrettung und anderer ehrenamtlicher Vereine informieren konnten. Insgesamt waren laut den Veranstaltern 80 Aussteller aus den Bereichen Kinder und Jugend, Bildung, Seniorinnen und Senioren, Soziales, Sport, Umwelt, Gesundheit, Migration, Kultur und Zivilcourage zugegen.

Heinz Treyer, Martin Gurdet, Diether Stursa, Gerda Braun, Minister Rudolf Hundstorfer, Alex Preiml, Paul Schmidleitner
Bild: Clemens Tiefenthaler i.A. des Sozialministeriums

Niederösterreichischer Bergretter erhält Lebensrettermedaille

Sechs Bergretter wurden heuer auf der Alpinmesse in Innsbruck geehrt, zwei davon sind Niederösterreicher. Bernhard Lindenberg und Ernst Krampert haben im Februar eine lebensmüde Frau gerettet. Krampert bekommt für diese Rettungsaktion auch die Lebensrettermedaille verliehen.

Die Rettung von Menschen ist eine Hauptaufgabe der Bergrettung, doch manche Rettungen sind auch für die Mannschaft emotional besonders fordernd. So auch jene Rettung einer jungen Frau im vergangenen Winter. Die Frau befand sich aus ihrer Sicht in einer aussichtslosen Lage und war auf den Peilstein gestiegen. Ihre Mutter ahnte jedoch die nahende Katastrophe und alarmierte über den Notruf die Bergrettung Triestingtal. Die Bergretter Ernst Krampert und Bernhard Lindenberg entdeckten die Frau und leiteten sofort Hilfsmaßnahmen ein.

Der Einsatz wurde durch die widrigen Verhältnisse erschwert: Das Gelände war stark vereist, es war sehr kalt und stark windig. Zudem herrschte extremer der Zeitdruck, weil der Absturz der Frau jederzeit möglich war. Lindenberg seilte Krampert in die Wand ab, dieser sicherte die Unglückliche bis zum Eintreffen weiterer Bergretter. Die Bergung verlief schließlich erfolgreich. Besonders gefreut haben sich die Retter, als sie einen Dankesbrief der wieder Genesenen erhalten haben.

Vier weitere Bergretter geehrt

Die weiteren Ehrungen gehen an Klaus Wagenbichler, den stellvertretenden Landesleiter der Salzburger Bergrettung. Darüber hinaus fungiert Wagenbichler seit vielen Jahren als Lawinenreferent im Bundesverband und vertritt diesen seit 2010 in der Lawinenrettungskommission der IKAR (Internationale Kommission für alpines Rettungswesen).

Wagenbichler ist seit 1988 als gerichtlich beeideter Sachverständiger für Alpinistik, Bergrettung, Lawinenkunden, Lawinenunfälle , Lawinenschutz, Sicherheitseinrichtungen am Berg und militärisches Bergsteigen tätig. Anfang der 80er Jahre war er Gründungsmitglied des Lehrteams des Österreichischen Alpenvereins. Seit 2000 leitet er als Obmann die Lawinenwarnkommission in seinem Heimatort Saalfelden und ist als Ausbildner für die Mitglieder der Lawinenkommissionen im Land Salzburg tätig.

Von 1988 bis 2003 fungierte Wagenbichler als Präsident des Salzburger Bergführerverbandes, war von 1993 bis 1998 Vizepräsident des Österr. Bergführerverbandes und von 1994 bis 1998 Vizepräsident der technischen Kommission des internationalen Bergführerverbandes. Der 59-Jährige agiert für die Salzburger Bergrettung seit den 80er Jahren als Mitglied des Ausbildungsteams und ist nach wie vor wichtiges Bindeglied zum Bergführerverband, zu den Lawinenkommissionen sowie zu den Bergwanderführern im Bundesland Salzburg.

Der Vater dreier Kinder genießt dank seiner hohen Fach-, Sozial- und Führungskompetenz und seiner analytischen und präzisen Arbeitsweise hohes Ansehen und Anerkennung innerhalb der Salzburger Bergrettung und weit darüber hinaus.

Ausbildung und Ausrüstung in einer Hand
Eine weitere Ehrung geht mit Gerhard Pfluge ebenfalls an einen Salzburger Bergretter. Pfluge ist seit über 15 Jahren Landesausbildungsleiter der Salzburger Bergrettung und leitet darüber hinaus ebenso lang das Referat Ausrüstung. In diesen Funktionen sowie als Mitglied der Landesleitung hat Pfluge die Geschicke und Entwicklung der Salzburger Bergrettung maßgeblich mitgestaltet und weiterentwickelt.

Er vertritt die Landesorganisation Salzburg in den Bereichen  Ausbildung und Ausrüstung auch in den österreichweiten Gremien des Bundesverbandes. Sowohl für die Salzburger Bergrettung wie auch für den Bundesverband ist Pfluge dank seiner hohe Fach- und Sozialkompetenz und ausgeprägter Führungsqualitäten ein äußerst wichtiger und anerkannter Funktionär und Teamleader.

Wie die Bergrettung auf den Hund kam
Mit dem Kärntner Lorenz Geiger wird ein Mann geehrt, der nicht nur Fuß- sondern auch Pfotenabdrücke in der Bergrettung hinterlassen hat. Der Hundeführer, der seit 1990 Bergretter in der Ortsstelle Spittal/Drau ist, hat sich durch die stetige Verbesserung der Hunde-Ausbildung innerhalb der Bergrettung verdient gemacht. Der 65-Jährige ist mit seinem vierten Hund in Ausbildung und hat in "Zivil" praktisch alle Hundekurse besucht, die man im Rettungswesen besuchen kann. Das bedeutet mindestens zehn Kurse pro Jahr.

Auch bei Auslandseinsätzen war Geiger an vorderster Front dabei, wie etwa  1999 das Erdbeben in der Türkei oder jenes 2001 im Iran. Seit 2003 ist er als Lawinen- und Suchhundereferen in der Landesorganisation Kärnten immer bestrebt, die Ausbildung und Einsatzfähigkeit der Hundestaffel auf hohem Niveau zu halten. Parallel dazu ist er auch seit 20 Jahren Rettungssanitäter beim Roten Kreuz

Wichtige Verdienste im Bereich Technik 
Auch der Kärntner Ernst Andreas Leitner kann auf eine ereignisreiche Karriere als Bergretter zurückblicken. Der 64-Jährige ist seir 1983 Mitglied der Ortsstelle Klagenfurt und hat an einigen Projekten mitgearbeitet, die die Bergrettung als Organisation maßgeblich gestärkt haben. Vor allem im Bereich EDV und Technik hat sich Leitner verdient gemacht.

Unter Anderem war er an der ersten EDV-unterstützten Einsatzdatenauswertung, am launch der ersten website des ÖBRD und an der Entwicklung der Blaulicht-SMS-Alarmierungen beteiligt. Immer noch ist Leitner die "EDV-Hotline von Kärnten".

Text: Anna-Maria Walli
Bilder: ÖBRD

Franz Lindenberg (Päsident ÖBRD), Johanna Mikl-Leitner (BM f. Inneres), Ernst Krampert (ÖBRD Triestingtal), Günther Platter (LH Tirol)
Franz Lindenberg, Johanna Mikl-Leitner, Bernhard Lindenberg (ÖBRD Triestingtal), Günther Platter

Goldener Höhlenbär für die Österreichische Höhlenrettung

Unter dem Vorsitz von ihrem Präsident Univ. Prof. Dr. Christoph Spötl hat der Verband Österreichischer Höhlenforscher (VÖH), die Dachorganisation der höhlenkundlichen Organisationen Österreichs,  am Samstag, den 11. Oktober 2014, im Rahmen der Landesverbandstagung in Gams bei Hieflau, in Anwesenheit von Johann Westhauser (Unfallopfer des Höhlenrettungseinsatzes im Riesending / Deutschland) der Österreichischen Höhlenrettung das Ehrenzeichen des Verbandes, den goldenen Höhlenbären, verliehen.

Ehrenzeichen für besondere Verdienste auch an Bergretter
Dieses Ehrenzeichen wird für "besondere Verdienste um die österreichische Höhlenforschung" verliehen. Die Österreichische Höhlenrettung bekam dieses Ehrenzeichen für besondere Leistung, aufgrund des Einsatzes bei der Rettung des verletzten Höhlenforschers aus der Riesendinghöhle in ca. 1.000 m Tiefe im Juni 2014, bei der auch 64 Höhlenretter (einige davon auch Bergretter) aus Österreich zwölf Tage im Einsatz waren. Johann Westhauser bedankte sich auch auf diesem Wege, nochmals für den erbrachten Einsatz beim Höhlenrettungs-Team aus ganz Österreich.

Die Österreichische Höhlenrettung nahm diese Auszeichnung mit großer Freude entgegen, weil ein Menschleben gerettet werden konnte und Johann Westhauser wieder gesund in unserer Mitte weilt.

Text: Ch. Hofmann
Bild: Reinhard Thaller

Der Landeseinsatzleiter der Höhlenrettung NÖ und Bergretter Erich Hofmann nahmen die Ehrung für die beteiligten Höhlenretter entgegen.

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