Österreichischer Bergrettungsdienst
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Fahrzeugflotte der Bergrettung erweitert
Bergrettungsfahrzeuge, Festakt am 24. September 2005 in Lackenhof [88 KB]Der neue Bergrettungs-Kfz-Anhänger [202 KB]
Wie wichtig die Mobilität heutzutage ist kennen wir alle aus unserem Privatleben. Als Bergrettung haben wir dies in den letzten Jahren ebenfalls erfahren, als es bei einigen größeren Sucheinsätzen und bei der Assistenzleistung im Hochwassereinsatz 2002 galt, größere Mannschaften und Gerät an die Einsatzorte zu transportieren. Dabei ist natürlich die Geländegängigkeit der Fahrzeuge von ganz großer Bedeutung. Es geht uns nicht darum bequem zum Verletzten zu kommen, sondern rasch und sicher vor Ort zu gelangen. In den 30 Ortsstellen des Österreichischen Bergrettungsdienstes Niederösterreich/Wien waren bis dato schon 19, großteils geländegängige Fahrzeuge verschiedener Hersteller im Einsatz. Aus den genannten Zahlen ist ersichtlich, dass es in nächster Zeit gilt, noch einige Fahrzeuge in Dienst zu stellen, um flächendeckend den Transportbedarf der Ortsstellen zu decken. Derzeit werden bei Bedarf meist Privatfahrzeuge der BergretterInnen eingesetzt, oder Transportkapazitäten bei anderen Organisationen wie Feuerwehren, Gemeinden, Forstverwaltungen etc. angefordert. Dass mit derartigen Fahrzeugen ein adäquater Verletztentransport nicht möglich und rechtlich sehr problematisch ist, ist wohl klar. Weiters gilt es in der nächsten Zeit einige Fahrzeuge auszutauschen, da diese bereits „in die Jahre gekommen sind“. Ein zuverlässiges Fahrzeug im Einsatzfall ist für Verletzte und Retter absolut wichtig, das Fahrzeug darf keinesfalls zu einem zusätzlichen Stressfaktor werden.

Am 24. September 2005 konnten in einem Festakt in Lackenhof drei weitere Fahrzeuge vom Typ Land Rover Defender an die Ortsstellen Lunz am See, Freiland und Türnitz übergeben werden. Die Festredner Landesrat DI Josef Plank, Landesleiter Dr. Wolfgang Ladenbauer und der Koordinator des Fahrzeugparks der Bergrettung NÖ/Wien, der zuständige Landeseinsatzleiter-Stellvertreter Wilfried Dallinger gingen in ihren Ansprachen auf die Aspekte des modernen Bergrettungswesen ein und es kam klar zum Ausdruck, dass die Mobilität der bodengebundenen Bergrettungs-Einsatzkräfte auch in Zeiten der flächendeckenden Hubschrauberrettung nicht wegzudenken ist. BergretterInnen sind bei jedem Wetter und zu jeder Tages-, Nacht- und Jahreszeit einsatzbereit!

Zum selben Zeitpunkt fand ein weiterer Bergrettungs-Geländefahrerkurs unter der Leitung von Werner Steinacher, Gebietsleiter im Gebiet Mitte und Fahrschullehrer beim Österreichischen Bundesheer, in Lackenhof statt. Die Ehrengäste Landesrat DI Josef Plank, der Bürgermeister von Lunz Martin Ploderer und Herr Rudolf Vobornik vom Fahrzeugausstatter Fa. Dlouhy nahmen die Gelegenheit war und steuerten die neuen Einsatzfahrzeuge mit professioneller Hilfe der Bergrettungs-Fahrerausbildner zwischenfallfrei eine Runde auf dem selektiven Geländekurs in Langau.

Erstmals wurde der Öffentlichkeit auch der Prototyp des künftigen Bergrettungs-Kfz-Anhängers vorgestellt. Vorrangig wird dieser Anhänger für den Transport von gebietsübergreifend verwendetem Einsatzgerät benötigt, wie Lawinenmaterial, mobile Funkstation usw.

Die Bergrettung kann erst durch Sicherung der Mobilität ihre volle Leistungsfähigkeit als moderne Rettungsorganisation entfalten. Es sei auch von dieser Stelle allen gedankt, die uns beim Umsetzen des neuen Fahrzeugkonzeptes unterstützen und unterstützt haben.
 
 
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