Mehr Freizeit und Outdoor-Boom: Bergrettung reagiert auf erhöhte Anforderungen

Mit einer neuen Ausbildungsstrategie reagiert die Bergrettung Niederösterreich/Wien auf die sich ändernden Anforderungen der Freizeitgesellschaft. Mit dem ersten Sommerkurs in der neuen Schiene wurden um Fronleichnam auf der Hohen Wand die Weichen gestellt.

43 Männer und Frauen absolvierten am langen Wochenende nach Fronleichnam den Sommer-Grundkurs auf dem Weg zum aktiven Bergretter. Heuer wurde das Ausbildungssystem erneuert und dieser Kurs markiert für jeden Anwärter den Beginn seiner bzw. ihrer Bergretter-Karriere. Aufgrund der Umstellungsphase sind diesmal 16 Teilnehmer mit der Basisausbildung fertig geworden und können somit in den aktiven Dienst in ihren Ortsstellen in Niederösterreich aufgenommen werden. Außerdem absolvierten neun bereits aktive Bergretter den Kurs zum Gruppenleiter, der sie befähigt einen Einsatz mit einer Dienstgruppe in Führungsposition abzuhandeln. Im Rahmen dieser Veranstaltung trafen sich am Samstag auch 20 Einsatzleiter zur jährlichen Akkordierung und Fortbildung.

"Die Ausbildungsarbeit in den Ortsstellen wurde sukzessive verstärkt. Dadurch alleine hat sich das Können der Kursteilnehmer schon gesteigert. Die neue Strategie der landesweiten Ausbildung stellt eine Erweiterung der Kursinhalte dar und ermöglicht ein intensiveres Lernerlebnis. Dadurch erhoffen wir uns einen weiteren Sprung nach oben in der Qualität der Ausbildung.", sagt Kursleiter Andreas Etzler über die neue Ausbildungsstrategie. "Durch den Zuwachs der Freizeit und den Boom von Outdoor-Sportarten wachsen auch die Anforderungen an die Rettung aus alpinen Notlagen", so Etzler weiter.

Die 43 Neuen stoßen damit zu den etwa 1.300 Bergrettern und Bergretterinnen, die bereits in 30 niederösterreichischen Ortsstellen ihren freiwilligen und ehrenamtlichen Dienst versehen. Die Basisausbildung besteht nun aus einem Sommer- und einem Winterkurs sowie einem Kurs in alpiner Erster Hilfe. Um die Ausbildung als Bergretter angehen zu können, muss ein Interessierter einige Voraussetzungen mitbringen und bereits alpine Sportarten in seiner persönlichen Freizeitgestaltung ausüben. Nach der Basisausbildung gibt es eine Reihe an Fortbildungsmöglichkeiten für Bergretter, die schon im aktiven Dienst stehen.

In den aktiven Dienst aufgenommen (Ortsstelle)
Georg Aigner (Göstling)
Julia Kronsteiner (Göstling)
Oliver Dieminger (Göstling)
Philipp Draxler (Amstetten)
Bernhard Wenger (Amstetten)
Sandro Teubenbacher (Mitterbach)
Sabrina Faiman (Puchberg)
Rene Spindler (Puchberg)
Robert Gaschl (St. Pölten)
Jochen Reiterer (St. Pölten)
Roman Hiesberger (Kirchberg an der Pielach)
Wolfgang Kainrath (Grünbach)
Philipp Krapfenbauer (Grünbach)
Lukas Schauer (Hohe Wand)

Ab heuer startet jeder Bergretter seine Ausbildung auf der Hohen Wand.
Die Hohe Wand ist schon seit über 40 Jahren Ort für die Sommerausbildung der Niederösterreichischen Bergretterinnen und Bergretter.
Auch im felsigen Wald kommt es auf gutes Teamwork an.
Ein Bergretter verschafft sich Überblick über die Situation in der Wand unter ihm.
Der direkte Weg ist manchmal auch der schnellste Weg bergauf.
Bei der Bergung eines Kletterers wird das Seil des Verletzten mit einer Gartenschere durchgeschnitten.
Die Bergung eines Kletterers aus der Felswand.
Die Gebirgstrage muss oft über schwierige Wege zum Patienten gebracht werden.
Auf Wanderwegen ist die Hilfe der Bergrettung oft erforderlich.
Auch aus Klettersteigen müssen Patienten sicher transportiert werden.

Partner