Die beiden Österreicher Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter haben ihn 1945/46 auf der Flucht von Indien nach Lhasa erstmals skizziert. Am 2. Mai 1964 wurde der Achttausender von einer chinesischen Expedition erstbesiegen. Im Oktober 2011 standen zwei Bergretter aus der Wachau erstmals auf dem 8.013 Meter hohen Zentralgipfel der Shisha Pangma in Tibet.
Sieben Teilnehmer, darunter Peter Braunsberger und Andreas Bamberger aus der OS Wachau und Uschi Leeb aus der OS St. Pölten hatten sich im Spätsommer Richtung Tibet aufgemacht, um in einer Expedition der Shisha Pangma aufs Haupt zu steigen. Eine starke Erkältung zwang Uschi Leeb jedoch bald, ihren Gipfeltraum aufzugeben. Die beiden Wachauer aber schafften den Gipfelsturm.
Peter Braunsberger berichtet von den letzten Metern: "Nach einer kurzen Nacht beginnt der "Tag" des 4.10. um 2.30 Uhr mit Schneeschmelzen. Um 3.30 Uhr starten wir mit Stirnlampen bei minus 20 Grad vom Lager C3 (7.350 m) Richtung Gipfel. Am Nordgrat erleben wir einen tollen Sonnenaufgang. Es ist wolkenlos und fast windstill. Viele Gipfelanwärter lassen uns in einen Stau geraten, aber nach Überwindung der letzten felsdurchsetzten Steilstufen erreichen Helfried und Andi um 10.30 Uhr den Zentralgipfel in 8.013 Metern Höhe. Eine halbe Stunde später habe auch ich mein Ziel erreicht.
Ich war fast 15 Stunden unterwegs und dementsprechend "erledigt". Ein letzter Schluck aus der Thermoskanne, lustloses Kauen an einem Müsliriegel und noch eine Nacht im Hochlager folgen. Dann hinab durch einen Eisbruch, der uns alles abverlangt ins Depot 1, wo Petz, Uschi und Gernot mit Getränken und Schokolade warten. Gipfeltorte und Rotwein haben wir dann genossen, zum Feiern waren wir jedoch vorerst zu müde. Erst als wir das Gipfel-Zertifikat in der Hand haben, können wir langsam begreifen, was uns gelungen ist."
Resumee-Gedanken von Peter Braunsberger: "Ich liebe es zu reisen. Ich nehme gerne Entbehrungen auf mich und steige gerne auf Berge. Ich liebe es, unterwegs zu sein, aber Höhenbergsteigen verlangt oft warten und bedeutet auch festzusitzen. Das muss man aushalten. Einige Zeit lang habe ich nun keine Lust auf einen wirklich hohen Berg."


ABS ruft Stahlpatronen mit Fülldatum zwischen 1. September 2008 und 15. April 2010 für den ABS TwinBag (Doppelairbag) zurück.
Trotz permanenter Qualitätskontrollen kann für den Zeitraum von 1. September 2008 bis 15. April 2010 nicht ausgeschlossen werden, dass beim Befüllen der ABS Stahlpatronen durch den zertifizierten Zulieferer von ABS vereinzelt zwei (statt einer) Stichscheiben in eine Patrone eingelegt wurden. Dies führt dazu, dass die Stahlpatrone nicht durchstochen und die Auslösung des ABS TwinBag Systems verhindert wird. Damit würde im Lawinenfall der Airbag nicht geöffnet und eine Verschüttung nicht verhindert werden können. Die betroffenen Patronen dürfen daher nicht mehr benutzt werden.

Carbonpatronen sind davon nicht betroffen!
Weil die Sicherheit der ABS-Kunden nicht beeinträchtigt werden darf, hat ABS das Produktionsverfahren bereits umgestellt und ruft alle Stahlpatronen mit Fülldatum zwischen 1. September 2008 und 15. April 2010 zurück. Das Fülldatum befindet sich zusammen mit der Gewichtsangabe auf dem runden Aufkleber auf der Patrone (siehe Abbildung).
Dies betrifft ausschließlich Stahlpatronen für den ABS TwinBag, Patronen anderer ABS-Systeme sind nicht betroffen.
Händler sind aufgerufen, noch vor Beginn des Verkaufs im Herbst ihren Lagerbestand überprüfen und die betroffene Ware an die ABS Produktion zum Umtausch einsenden. Betroffene Patronen dürfen nicht mehr an Endkunden weitergegeben werden.
ABS Kunden sind aufgefordert in der Zeit von 15. Oktober 2011 bis 31. Januar 2012 die betroffenen Stahlpatronen beim ABS-Fachhändler ihrer Wahl kostenlos auszutauschen. Diese Gelegenheit sollte gleichzeitig für eine Trainingsauslösung des ABS-Systems genutzt werden. ABS-Fachhändler tauschen den leeren Auslösegriff und die betroffene Stahlpatrone nach Gebrauch kostenlos aus. Alle Händleradressen sind unter www.abs-airbag.com abrufbar.
Im vergangenen Jahr wurde der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) zu 6.722 Einsätzen mit insgesamt 68.073 Einsatzstunden gerufen. 7.008 Personen wurden geborgen, davon 5.857 verletzt und 170 tot. Bei einem Pressegespräch mit den Österreichischen Lotterien in Wien, Sponsor der Bergrettung, wurde diese Bilanz vorgestellt.
Am Donnerstag 26.05.2011 wurde im Uniqa Tower Wien während einer Gala der "Helden 2011 Award" vergeben. Helden 2011 ist eine gemeinsame Aktion des Innenministeriums, des Kuriers und Radio Arabella. Der Anlass dieser Aktion war das "Jahr der Freiwilligkeit", die Bergrettung NÖ/Wien wurde von einer Fachjury aus über 1.000 Nominierten ausgewählt und in einer sechs Wochen dauernden Reihe im Kurier vorgestellt. Dank vieler Leserstimmen wurde die Bergrettung einer von sechs Wochensiegern in der Kategorie "Vereine".
Eine Fachjury, bestehend aus Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretär für Integration , Sebastian Kurz, und Kurier-Chefredakteur Helmut Brandstätter, kürte aus den Wochensiegern die Gesamtsieger.
Die anwesenden Bergretter bildeten mit ihren roten Bergrettungsjacken unter den anderen Gästen in Abendkleidung den optischen Kontrast.
Durch kurze Filme wurde die Arbeit der jeweiligen Vereine und Personen erklärt. Das Video der Bergrettung zeigte eine Verletztenbergung im Winter mit Akja-Abtransport.
Gegen 20 Uhr wurde der Award für den dritten Platz, dotiert mit 1.000 Euro, von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner an den Landesleiter-Stellvertreter Dr. Wolfgang Ladenbauer übergeben. In seiner kurzen Rede bedankte sich Ladenbauer im Namen aller Bergretter für das Vertrauen, das Bevölkerung und Politik der Bergrettung entgegenbringen.
Nach der Preisverleihung wurde der Abend musikalisch: Sandra Pires, Saxofonist Andrew Young, Gitarrist und Sänger Gary sowie die „i dance- Company“ sorgten für prächtige Unterhaltung.
Jürgen Kopik
Kassiere der Bergrettungs-Ortsstellen sind ja einiges gewohnt – aber diesmal hat es wirklich gehagelt, und zwar richtig. Nach glücklichem und erfolgreichem Abschluss der Kassier-Arbeit für des vergangene Jahr haben sich die Bergrettungs-Säckelwarte nämlich entschlossen noch im Mai eine Wallfahrt nach Mariazell zu unternehmen.
Was mit guter Laune und wunderbarem Sonnenschein begann, drehte jedoch im Laufe des Tages ins Wilde: Schwerer Hagelsturm vor dem Habertheuer-Sattel! Da trommelten die daumengroßen Eiskörner auf die Kassiere ein, dass ihnen die Euro vergingen und die Zähndt schepperten.
Doch die alten Häsinnen und Hasen ließen sich nicht zurück zur Wuchtlwirtin jagen sondern versammelten sich in einem alten Schuppen, der durch einen schön freistehenden Trafo daneben elektrisch gut abgesichert war. Nach einer halben Stunde abwettern konnte der Aegyder Scout Walter Zöchling die Expedition auf die steirische Bürgeralm wieder freigeben.
Schließlich landete die gesamte Truppe glücklich und blaulichtfrei in Mariazell, wo schließlich das eine oder andere Kerzerl gespendet wurde. Der spätere Nachmittag klang in Mitterbach mit der bergrettungs-eigenen HMS-Musik gemütlich aus.
18 Kameraden aus den Ortsstellen Mitterbach, Freiland und St. Pölten nahmen am 26. März an einer Leistungssschau der Rettungs-Organisationen im Landesklinikum St. Pölten teil.
Die Bergretter zeigten ihre Ausrüstung, die Canyoningretter hatten sogar eine Seilbahn aufgebaut. Obwohl das Bürger-Interesse wegen angesagter Wetter-Unbill eher mäßig war, konnten die Bergretter mit "ihrem" Landesrat, Mag. Sobotka, ein dringendes Blaulicht-Problem besprechen.
Wir hoffen nun, dass in Kürze dieses steirisch-niederösterreichische Verwaltungsproblem gelöst wird.
Mehr als 30 BergretterInnen aus den Ortsstellen Annaberg, Mitterbach und St. Pölten kamen zum Assistenzeinsatz, den wir am 2. Mai im Naturpark Ötscher – Tormäuer absolviert haben.
Leider war die Wetter-Prognose bedeutend schlechter als die Witterung selbst. So versäumten viele Wander- und Naturfreunde einen vom Mostviertel-Tourismus gut gemanagten Ausflug in den größten Naturpark Niederösterreichs.
Der Tag blieb trocken und das umfangreiche Programm konnte problemlos abgewickelt werden. Michaela Dorfmeister und Toni Pfeffer führten eine illustre Wanderer-Schar bis zum Ötscher-Hias. Man konnte das Kraftwerk Stierwaschboden – die Wiege der heutigen EVN – besichtigen und am Lassingfall-Eingang gab’s allerlei Schmankerl und viel Musik. Bergretter führten Patroillen durch, mussten aber nicht in Einsatz gehen.
Helmut Friessenbichler


Erfolgreicher Workshop
Akita, Lara & Gsena hießen die Stars bei der Wintereinsatz-Vorführung, welche die Bergrettung für Kinder der Wiener Volksschule "St. Ursula" kürzlich auf dem Hochkar organisiert hatte. Die drei Lawinenhunde waren bei den 26 Kindern derart heiß geliebt, dass man für einmal Schneeball-Werfen mit den Hunden sogar Schneeprofil graben und Sondierkette üben brav über sich ergehen ließ. Nur das Piepssuchen fand ähnliches Interesse der kleinen Schneemänner und –Mädchen wie der Such-Einsatz der Lawinenhunde.
Die Wildbach(Verbauung) hatte mit den Volksschulkindern ein Projekt gestartet, das unter dem Generalthema "Schutz vor Naturgefahren" steht und sich im Sommer um Hochwasser, Muren und Schutzbauten gedreht hatte.
Für den Winter kam es zur erstmaligen Österreich-weiten Zusammenarbeit zwischen der "Wildbach" und der Bergrettung Nö/W: Die Bergretter der Ortsstelle Göstling rund um Ortsstellenleiter Robert Zvonik übernahmen während einer Wintersportwoche der Schulkinder am Hochkar den Lawinen- und Erste Hilfe-Part und trainierten in drei Gruppen lawinengerechtes Verhalten in der freien Natur und die Personensuche nach einem Lawinenabgang.
Fest steht, dass die Hundeführer Andi Putz, Adi Sulzbacher und Ernst Kölch mit ihren vierbeinigen Kameraden das größte Interesse hervorriefen. Auch die Hunde äußerten Zustimmung durch zufriedenes Brummen bei der Nachbesprechung im Gasthof...
Helmut Friessenbichler